SCHULSOZIALARBEIT

schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit im CVJM Ludwigsburg e.V.

Derzeit gehören zum Team der Schulsozialarbeit drei Vollzeitstellen, die aus vier Schulsozialarbeitenden bestehen. Seit 1991 ist der CVJM Ludwigsburg e.V. Träger der Schulsozialarbeit, die im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut wurde.

Kirsten Scheel ist mit 50% an der Gemeinschaftsschule sowie mit weiteren 50% an der Justinus-Kerner-Werkrealschule tätig. Annka Glenz ist mit 100% für die drei Innenstadtgymnasien (Goethe, Mörike und Schiller) zuständig. Die Stelle an der Elly-Heuss-Knapp-Realschule teilen sich Dominik Stolle mit 60% und Patrick Fritz mit 40%.

Unsere Grundhaltung in der Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist Arbeit mit und für Schülerinnen und Schüler. Dabei ist uns wichtig, dass jede und jeder Einzelne sich wahrgenommen und angenommen fühlt. Das schafft die Sicherheit, die es braucht, um persönliche Themen jemandem „Fremden“ anvertrauen zu können.

Die Schülerinnen und Schüler werden von uns mit allem was sie tun ernst genommen. Somit haben sie eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner, die ihnen auf Augenhöhe begegnen. Wichtig ist uns als Schulsozialarbeitende, klare Grenzen zu ziehen, die Einhaltung von Regeln einzufordern und selbst entsprechend zu handeln.
Schule und Schulsozialarbeit ergänzen sich im System Schule. Dabei wird aus der jeweilig fachlichen Haltung die Aufgabe aus dem Alltag betrachtet, gesehen und gelöst. Die sozialpädagogische Sichtweise auf Kinder und Jugendliche und auf das System Schule erweitert und ergänzt die Lösungsmöglichkeiten. Dadurch gestalten wir Schule mit.  

Bei der Konfliktregelung handeln wir allparteilich, ganz gleich ob es sich um einen Konflikt zwischen Schülerinnen und Schülern handelt oder ob Lehrkräfte, Erziehungsberechtigte oder weitere Erwachsene beteiligt sind.

Allgemeines zur Schulsozialarbeit

Definition Schulsozialarbeit

„Unter Schulsozialarbeit wird […] ein Angebot der Jugendhilfe verstanden, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich am Ort Schule tätig sind und mit Lehrkräften auf einer verbindlich vereinbarten und gleichberechtigten Basis zusammenarbeiten, um junge Menschen in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung zu fördern, dazu beizutragen, Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, Erziehungsberechtigte und Lehrer_Innen bei der Erziehung und dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz zu beraten und zu unterstützen sowie zu einer schülerfreundlichen Umwelt beizutragen.“ (Speck, Karsten, 2006, Qualität und Evaluation in der Schulsozialarbeit. Konzepte, Rahmenbedingungen und Wirkungen. 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verl. Für Sozialwissenschaften, S. 23)

Kernfelder der Schulsozialarbeit in Ludwigsburg

Die sieben Kernfelder wurden für die Schulsozialarbeit in Ludwigsburg im Zuge der Qualitätsentwicklung erarbeitet und stellen dar, welche Arbeitsbereiche für die Schulsozialarbeit relevant sind. Für jeweils zwei Kernfelder werden jedes Schuljahr gemeinsam mit Schulsozialarbeit, Trägervertretung und Schule Ziele für das folgende Schuljahr vereinbart und im Zielvereinbarungsgespräch mit der Stadt verabschiedet.

Im Folgenden werden die 7 Kernfelder vorgestellt:

Einzelhilfe und Beratung

  • Beratung von Schülerinnen und Schülern bei Schulschwierigkeiten und anderen Lebensfragen
  • Beratung bei Konflikten zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern
  • Beratung von Erziehungsberechtigten bei Schulschwierigkeiten ihrer Kinder, bei Erziehungs- und Lebensfragen
  • Beratungsorientierte Teilnahme am Unterricht
  • Beratung von Lehrkräften in sozialpädagogischen Fragen
  • Vermittlung von Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und Lehrkräften an unterschiedliche   Fachdienste (z.B. Beratungsstellen, Sozial- und Jugendamt, Arbeitsamt)
  • Beratung und Vermittlung bei Konflikten zwischen Erziehungsberechtigten und Lehrkräften

Sozialpädagogische Gruppenarbeit

  • Sozialpädagogische Arbeit mit gemischtgeschlechtlichen und geschlechtsspezifischen Gruppen

Arbeit mit Klassen

  • Aufbau und Unterstützung von Klassengemeinschaften mit gruppenpädagogischen Methoden
  • Projekte mit Klassen zu verschiedenen Themen
  • Schulbegleitende Gruppen zur Verbesserung der sozialen Kompetenz

Sozialpädagogische Angebote im Offenen Bereich

  • Planung und Organisation von Angeboten im Freizeitbereich, z.B. Offener Treff
  • Niedrigschwellige Unterstützung und sinnvolle, pädagogisch betreute Freizeitgestaltung
  • Eigenverantwortliche Mitarbeit im Betreuungsangebot an Schulen

Kooperation mit der Institution Schule

  • Teilnahme an und Mitarbeit in schulischen Konferenzen
  • Mitarbeit bei Projektwochen, Schullandheimaufenthalten
  • Mitarbeit bei pädagogischen Tagen
  • Kooperation mit der SMV
  • Beratung und Mitarbeit bei der Gestaltung von Elternabenden

Elternarbeit

  • Beratung von Erziehungsberechtigten in Schul- und Lebensfragen
  • Initiieren und Teilnahme an Gesprächen von Erziehungsberechtigten mit Lehrkräften
  • Mitarbeit in Elterngremien (z.B. Klassenpflegschaftsabenden, Elternbeirat)
  • Vermittlung an Fachdienste

Schulorientierte Gemeinwesenarbeit

  • Gremienarbeit bei der Vernetzung von Institutionen, Vereinen und Verbänden im Stadtteil
  • Kooperation mit anderen sozialpädagogischen Institutionen
  • Arbeit mit und in politischen Gremien des Stadtteils oder der Gemeinde
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