SCHULSOZIALARBEIT

justinus-kerner-werkrealschule und gemeinschaftsschule innenstadt

An der Justinus-Kerner-Werkrealschule gibt es seit 1991 Schulsozialarbeit. Seit dem Schuljahr 2015/2016 ist diese an zwei Standorten aufgeteilt. Die Schulsozialarbeiterin des CVJM, Kirsten Scheel,  arbeitet mit 50% am Standort Innenstadt.
An der neugegründeten Gemeinschaftsschule ist sie mit 50% tätig.
Zu den Schwerpunkten der Schulsozialarbeit an diesen Schulen gehören:

Der Klassenrat

Der Klassenrat ist eine Methode, die demokratisches Miteinander fördert und Partizipation ermöglicht. Ziel des Klassenrats ist es, dass Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Anliegen selbst vorzubringen und diese selbstverantwortlich zu klären. Dies kann die Planung und Durchführung eines Projektes sein oder die Klärung eines Konfliktes. Im Klassenrat lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Anliegen zu vertreten, Absprachen zu treffen, mit anderen zu kooperieren, Kritik zu üben und kritisiert zu werden sowie zu ihrem Handeln zu stehen und Fehlverhalten wieder auszugleichen.Da es oft um die Klärung von Konflikten geht, lernen die Schülerinnen und Schüler konstruktive Konfliktlösungsstrategien kennen und erlernen neue Handlungskompetenzen im Umgang miteinander.

Beratung, Einzelhilfe und Konfliktregelung

Ein Schwerpunkt der Schulsozialarbeit ist es, für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern eine verlässliche Ansprechperson zu sein. Die Schulsozialarbeit ist eine wichtige Anlaufstelle und kann aufgrund ihrer Vernetzung an entsprechende Stellen weitervermitteln, falls Gespräche allein nicht ausreichend sind. Dabei vermittelt sie auch zwischen der pädagogischen Institution Schule und dem regionalen System der Jugendhilfe.
Zum Beratungsangebot gehören Kurzberatungen, Konfliktregelungsgespräche, Kriseninterventionen, Einzelfallberatungen sowie die Entwicklung von Handlungsstrategien.

Das Themenspektrum umfasst folgende Bereiche:

  • Beratung von Schülerinnen und Schülern bei persönlichen Sinn- und Lebensfragen
  • Beratung bei Konflikten zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern
  • Konfliktregelungsgespräche bei Streitigkeiten zwischen Schülerinnen und Schülern
  • Beratung von Schülerinnen und Schülern bei Schulschwierigkeiten
  • Beratung von Erziehungsberechtigten bei Schulschwierigkeiten ihrer Kinder sowie bei Erziehungs- und Lebensfragen
  • Beratungsorientierte Teilnahme am Unterricht
  • Fachlicher Austausch mit und Beratung von Lehrkräften
  • Initiieren von und Teilnahme an Gesprächen zwischen Erziehungsberechtigten und Lehrkräften
  • Vermittlung von Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und Lehrkräften an unterschiedliche Fachdienste.

Kooperation mit der Schule

Schulsozialarbeit findet stets im Kontext Schule statt. Die Zusammenarbeit mit Schulleitungen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Erziehungsberechtigten kann dann besonders gut gelingen, wenn Schulsozialarbeit ein selbstverständlicher Teil im System Schule ist.
Durch die Kooperation mit der Schule ist es möglich, zeitnah und effizient auf Problemlagen zu reagieren, Veränderungen herbei zu führen und diese Ereignisse und Krisen zur Entwicklung zu nutzen. Neben der Zusammenarbeit bei Schwierigkeiten mit einzelnen Schülerinnen und Schülern und Klassen gibt es Schnittstellen, bei denen Schule und Schulsozialarbeit miteinander kooperieren. Die aktive Teilhabe der Schulsozialarbeit am Schulleben (Gesamtlehrerkonferenzen, pädagogische Tage, Klassenpflegschaftsabende, Schulveranstaltungen, Einschulung der 5ten Klassen, Präsenzzeit auf dem Schulhof und im Lehrerzimmer, regelmäßige Gespräche mit der Schulleitung) gehört ebenso dazu wie die regelmäßige Teilnahme an Klassen- und Stufenkonferenzen. Gerade bei den Konferenzen sowie beim kollegialen Austausch mit Lehrkräften, bringt sich die Schulsozialarbeit mit ihrer fachlichen Kompetenz und Sichtweise ein und trägt dazu bei, dass gelingende Lösungen für Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte gefunden werden.

Schulentwicklung

Schulsozialarbeit ist Teil der Schulgemeinschaft. Deshalb gestaltet die Schulsozialarbeit Schule, als Lern-und Lebensort mit. Dazu gehörten z.B.:

  • Mitarbeit bei der Entstehung des Sozialcurriculums
  • Gestaltung der Schulkultur (einer „Kultur des Hinschauens“)
  • Entwicklung eines schulischen Leitbildes und der Schul-und Hausordnung
  • Unterstützung und Entwicklung eines Präventionskonzeptes der Schule
  • Sehen und reagieren auf aktuelle Problemlagen

Somit trägt die Schulsozialarbeit mit ihren Ideen und Methoden zu einer positiven Atmosphäre und einer freundlichen Grundhaltung bei.

Mittagstisch

Im Rahmen des Ganztagsangebotes von Gemeinschaftsschule Innenstadt und Justinus-Kerner-Werkrealschule wird für die Schülerinnen und Schüler, in Kooperation mit dem CVJM Ludwigsburg e.V., der Schulsozialarbeit des CVJM, der Schule sowie der Stadt Ludwigsburg der Mittagstisch in den Räumen des CVJM angeboten. Das Mittagstischangebot wird gemeinsam von Mitarbeitenden des CVJM, Betreuungskräften der Schulkindbetreuung, der Schulsozialarbeit sowie Lehrkräften durchgeführt und verantwortet.

Pro Tag besuchen rund 210 Schülerinnen und Schüler den Mittagstisch im CVJM und nehmen dort ihr Mittagessen ein. Zur Auswahl stehen täglich zwei Essen, eines davon ist vegetarisch.

Das Essen wird Schulcatering des Gastronomiebetriebes „Adler am Schloss“ gekocht und angeliefert und von unseren Essensausgabekräften an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben. Die Küchen- und Essensausgabekräfte sorgen für einen guten Ablauf im Küchen- und Thekenbereich.

Der Mittagstisch ist in das Mittagsband integriert. Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Küchenkräfte und städtische Betreuungskräfte bieten den Rahmen, damit der Mittagstisch im CVJM für die Schülerinnen und Schüler Heimat ist. Die Schüler und Schülerinnen kennen die Erwachsenen, die rund um den Mittagstisch tätig sind. Sie werden in der Mittagspause durch die Schulsozialarbeit, die Schulkindbetreuung sowie Lehrkräfte betreut und begleitet. Pro Tag nutzt ein Teil der Schülerinnen und Schüler das Freizeitangebot im Untergeschoß des CVJM zur Gestaltung der Mittagspause.

Die Schülerinnen und Schüler lernen sich in die Gemeinschaft einzufügen und sich an bestehende Regeln im CVJM zu halten. Auch lernen sie die Lehrkräfte in einem anderen Kontext kennen. Das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaft wird durch die Teilnahme am Mittagstisch gestärkt.

Der Mittagstisch ist ein wichtiger Kontaktort für die Schulsozialarbeit, um mit Schülerinnen und Schülern über alltägliche Themen ins Gespräch zu kommen und so einen Einblick zu erhalten, in welchen Klassen oder bei welchen Schülerinnen und Schülern es Probleme oder Konflikte gibt. Konflikte, die in der Mittagspause entstehen, können direkt geklärt werden. 

Die Schülerinnen und Schüler nehmen das Angebot der Schulsozialarbeit wahr und wenden sich bei Problemen oder Gesprächsbedarf an die Schulsozialarbeiterin. Bei Bedarf werden weiterführende Gesprächstermine vereinbart.

Auch Lehrkräfte nutzen die Zeit während des Mittagstisches, um sich bei Problemen und bei Gesprächsbedarf an die Schulsozialarbeiterin zu wenden und deren sozialpädagogische Kompetenz in Anspruch zu nehmen.

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